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Elektroautos · 5 Min. · Von Vehilo ·

BMW i3 mit 94 oder 120 Ah: Reicht der kleinere Akku?

BMW i3 mit 94 oder 120 Ah gebraucht kaufen: Welche Batterie zu deinen Fahrten passt und warum dein Ladeplatz bei der Auswahl mitentscheidet.

Wer den i3 jeden Abend zu Hause laden kann, muss anders rechnen als jemand ohne eigenen Ladeplatz. Im ersten Fall reicht die Ladung vielleicht bequem für den nächsten Tag. Im zweiten soll sie vielleicht für mehrere Tage reichen, weil das Auto nur beim Einkauf an die Säule kommt.

Darum beginnt die Wahl zwischen 94 und 120 Ah mit einer einfachen Frage: Wie weit musst du fahren, bevor du wieder laden kannst? Danach kommt der Blick auf das Auto. Bei einem Gebrauchten zählt auch, wie viel Energie der Akku heute noch speichern kann.

Was der größere Akku zusätzlich bietet

Hier vergleichen wir die rein elektrischen Grundversionen des kompakten i3 mit 125 kW (170 PS). Der i3s und die Modelle mit zusätzlichem Benzinmotor, dem Range Extender, sind nicht Teil dieses Vergleichs.

Herstellerangabei3 94 Ah, Stand Juli 2016i3 120 Ah, Stand November 2018
Motorleistung125 kW / 170 PS125 kW / 170 PS
Energie im Akku, brutto33,2 kWh42,2 kWh
Nutzbare Energie, netto27,2 kWh37,9 kWh

Quelle: BMW, technische Daten zum 94-Ah-i3 und zum 120-Ah-i3, jeweils Seite 1.

Die Nettoangabe beschreibt den nutzbaren Teil der gespeicherten Energie. Nach diesen Datenblättern bietet der 120-Ah-i3 davon 10,7 kWh mehr. Mehr Motorleistung bekommst du bei den beiden verglichenen Grundversionen dadurch nicht.

Das sind Angaben aus den damaligen BMW-Unterlagen, keine Messwerte eines heute angebotenen Gebrauchtwagens.

Wie oft kannst du wirklich laden?

Schreib die Strecken auf, die zwischen zwei Ladestopps zusammenkommen. Dazu gehören auch Umwege, Einkäufe oder die Fahrt zum Sport. Wer nur den Arbeitsweg zählt, plant unter Umständen zu knapp.

Mit einem festen Ladeplatz zu Hause oder am Arbeitsplatz lässt sich dieser Abstand meist gut bestimmen. Bist du auf öffentliche Säulen angewiesen, gehört auch die Frage dazu, ob du sie zu deinen üblichen Zeiten nutzen kannst. Eine Säule in der Nähe hilft wenig, wenn du dort während deines Aufenthalts nicht genug nachladen kannst.

Zwei Tage fahren, einmal laden

Angenommen, du fährst insgesamt 45 Kilometer pro Tag und lädst erst nach dem zweiten Tag wieder. Das sind 90 Kilometer. Bei frei angenommenen 20 kWh je 100 Kilometer braucht das Auto dafür 18 kWh.

Du möchtest mit 80 Prozent losfahren und bei der nächsten Ladung noch mindestens 20 Prozent übrig haben. Für die Fahrt nutzt du dann 60 Prozent des Akkus. Damit diese 60 Prozent für 18 kWh reichen, müsste der Akku insgesamt noch 30 kWh speichern können: 18 geteilt durch 0,60.

Das liegt bereits über den 27,2 kWh, die BMW im genannten Datenblatt für den 94-Ah-i3 angibt. Beim 120-Ah-i3 liegen die damaligen 37,9 kWh darüber. Für genau diesen Ablauf spricht die Rechnung also für den größeren Akku. Bei einem gebrauchten Exemplar bleibt zu prüfen, ob er die benötigte Kapazität noch hat.

Aber brauchst du diesen Ablauf überhaupt? Zwei Änderungen führen zu einer anderen Antwort:

Dein Ladeablauf im BeispielEnergie für die FahrtSo viel nutzbare Kapazität wäre mindestens nötig
Nach zwei Tagen laden; Start bei 80, Ankunft bei 20 Prozent18 kWh für 90 km30 kWh
Jeden Abend laden; Start bei 80, Ankunft bei 20 Prozent9 kWh für 45 km15 kWh
Nach zwei Tagen laden; Start bei 100, Ankunft bei 20 Prozent18 kWh für 90 km22,5 kWh

Wenn du täglich laden kannst oder mit vollem Akku losfährst, liegt die rechnerische Anforderung deutlich niedriger. Ein 94-Ah-i3 muss dann nicht allein wegen seiner kleineren Batterie aus der Auswahl fallen.

Das ist ein frei gewähltes Rechenbeispiel, kein Reichweitentest. Verbrauch und Ladestände sind Annahmen, keine allgemeine Ladeempfehlung. Die Prozentanzeige wird vereinfacht als proportional zur nutzbaren Energie behandelt.

Plane trotzdem nicht genau bis zur errechneten Grenze. Wenn das Auto auf deiner Strecke mehr verbraucht oder noch eine zusätzliche Fahrt dazukommt, brauchst du mehr Energie. Eine Rechnung, die nur unter günstigen Bedingungen aufgeht, ist als Grundlage für den Kauf zu knapp.

Welche Angaben du beim Gebrauchtwagen brauchst

Für die Rechnung zählt die Energie, die das Auto beim Fahren aus dem Akku entnimmt. Die Strommenge auf der Laderechnung enthält dagegen auch Ladeverluste. Diesen Unterschied beschreibt der ADAC im i3-Test. Nimm für die Rechnung deshalb einen Verbrauchswert ohne Ladeverluste.

Bitte den Verkäufer um vorhandene Batterieunterlagen. Aus einem Testbericht sollte hervorgehen, wann und mit welchem Verfahren geprüft wurde und worauf sich das Ergebnis bezieht. Steht dort nur eine Prozentzahl, lass dir erklären, welche ursprüngliche Kapazität als Vergleich dient. Ohne diese Erklärung lässt sich daraus nicht verlässlich die kWh-Zahl für deine Rechnung ableiten.

Kläre außerdem, welche Ladeanschlüsse und Ladeausstattung das konkrete Auto hat. Passt es zu der Säule, die du nutzen möchtest, und kannst du dort lange genug stehen? Ein größerer Akku bedeutet nicht automatisch, dass du schneller laden kannst.

Wann sich der Blick auf den 120-Ah-i3 lohnt

Wenn du regelmäßig mehrere Tage ohne Laden überbrücken musst oder zusätzliche Fahrten einplanst, ist der größere Akku besonders interessant. Wenn du täglich laden kannst und deine Strecken gut in die tatsächlich verfügbare Kapazität passen, bleibt auch ein 94-Ah-i3 eine mögliche Wahl.

Beim Preisvergleich gehören Baujahr, Laufleistung, Ausstattung, Zustand und anstehende Arbeiten daneben. Ein höherer Preis für einen 120-Ah-i3 ist nicht automatisch allein der Aufpreis für den Akku. Aus den Batteriedaten allein lässt sich kein fairer Aufpreis in Euro berechnen.

Auch ein sinkender E-Auto-Durchschnittspreis beantwortet diese Frage nicht. Wie solche Zahlen zustande kommen, erklärt unser Ratgeber zu E-Auto-Preisen und Modellmix.

Wenn du noch zwischen Batterievarianten und Budget abwägst, hilft dir die Vehilo Gebrauchtwagen-Suche, passende Anforderungen und Suchkriterien festzulegen. Eine Messung des Akkus oder eine technische Prüfung des Autos ist damit nicht verbunden.

Grundlage: öffentlich zugängliche BMW-Datenblätter und der ADAC-Testbericht. Der Text entstand mit KI-Unterstützung; das Rechenbeispiel wurde für diesen Artikel erstellt. Vehilo hat dafür kein Fahrzeug gefahren oder vermessen. Quellen geprüft am 30. September 2026.